Kinder wurden Wildtierforscher
20 Kinder lebten mitten im Wald – Naturerlebnis pur
kai/t Nindorf. Für einige Tage wohnten jetzt 20 Schülerinnen und Schüler mitten im Wald. Dort hatten sie zusammen mit Mitarbeitern der Gruppe „Arillus“ - Umweltbildung, Beratung und Naturerlebnis - aus Göttingen in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Sellhorn und dem Wildpark Lüneburger Heide ein Wildtierforschercamp aufgebaut. Vier Tage lang konnten die jungen Wildforscher Tiere im Wald beobachten: Wo leben sie, was fressen sie, von wem werden sie gefressen, wie tarnen sie sich, wo schlafen sie?
Voller Begeisterung hefteten sich die jungen Forscher an die Spuren der Waldtiere, studierten ihre Lebensweise und lernten die Bedingungen kennen, die den Wildtieren ein Überleben im Wald ermöglichen.
Am abendlichen Lagerfeuer wurden die Erlebnisse des Tages verarbeitet, wurden Geschichten erzählt und Pläne für den nächsten Tag geschmiedet. Vormittags gingen die Kinder in den Wildpark, durften beim Füttern helfen und lernen, das Verhalten der Tiere zu beobachten. „Wölfe laufen gerne im Kreis“ hat Senja herausbekommen „Manchmal sind die Kreise richtig miteinander verschlungen“ Einige Kinder hatten während ihrer Beobachtungsstunden kleine Statuen in Ton angefertigt, die genau jene Tiere darstellten, die sie gesehen hatten.
Gekocht wurde über offenem Feuer. Zutaten zu den Mahlzeiten wurden von den Kindern im Wald gesammelt. Es gab weder Strom noch fließend Wasser. Trotzdem konnte in einem Extrazelt geduscht werden - mit kaltem Wasser aus dem Eimer.
Das Programm dieser Kinderfreizeit verknüpft intensive Naturerfahrung mit sozialem Lernen in der Gruppe. Durch Tierbeobachtung, Forschungsaufträge, Umweltspiele, Nachtwanderung, Bauen und Basteln mit Naturmaterialien fand eine direkte Auseinandersetzung mit und in der Natur statt. Ein weiteres Ziel war es das Zusammenleben in der Gruppe zu trainieren, Hilfsbereitschaft zu wecken und Konfliktlösungen zu üben.
Für die Verwaltung des Wildparks Lüneburger Heide in Nindorf war es die erste Veranstaltung dieser Art. Weil sie von den Kindern mit so viel Begeisterung aufgenommen worden ist, sind weitere Camps geplant. Interessenten können sich mit der Wildpark-Geschäftsführung in Verbindung setzten.
